zum Tag der neuen Arbeit: Homeoffice wirklich ein Segen oder gar die Zukunft?

Seit „Corona“ gibt es als Arbeitsplatz und Arbeitsform verstärkt das Homeoffice.  Was zunächst eine reine Notlösung war, wurde inzwischen als alternative Form des Arbeitens in nicht wenigen Unternehmen etabliert und von der Politik gefeiert. So mehren sich die Stimmen, die sagen, vieles spräche auch nach Corona dafür. Seien es die eingesparten Wege (mit all den „gehypten“ Themen wie z.B. CO2 Einsparung), sei es die bessere Einbindung in Work-Life-Balance und dergleichen. Ich will hier nicht über die bekannten Probleme des Homeoffice reden (wie z.B. peinliche Szenen weil die Kamera noch in Betrieb, schlechte Internetverbindungen, Hardware oder ungeeigneter Arbeitsplatz samt Ergonomie), das haben andere vor mir schon zur Genüge getan. Mein Thema ist die Produktivität. Und diese ist eben in den meisten Fällen des Homeoffices schlechter. Und nein, es gibt keine Studie darüber, nicht einmal eine Bertelsmann-Studie… Aber es gibt Erfahrung aus der Personalführung, der Ablauforganisation und eben dem Wissen, wie Arbeit wirkt und wie Betriebe funktionieren. Und dazu gehört die schnelle Möglichkeit des Zurufs, der Rückfrage beim Kollegen oder Vorgesetzten ebenso. Ebenso der Zugriff auf Ressourcen, die nicht alle online verfügbar sind. Und Produktivität bedeutet auch das Feedback von Kollegen und Vorgesetzten, im Guten wie im Schlechten. Die Gruppen- und Teamdynamik gehört ebenso zur Produktivität als Treibstoff, der dann im Homeoffice eben fehlt. Wer wirklich Produktivität will, der spricht nicht über mehr Homeoffice sondern über weniger davon.

Führung bedarf es im und aus dem Homeoffice, dazu demnächst mehr! Wetter Unternehmenberatung

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