Alternative zu Vorgabezeiten

Immer wieder empfehle ich, nicht die klassischen Vorgabezeiten zu verwenden. Denn diese sind starr, werden oft unter idealen Bedingungen aufgenommen, Bedingungen, die aber dann meist genau in der tägliche Praxis nicht vorliegen. Dazu kommt, daß ein geübter Mitarbeiter die Arbeit bei der Zeitaufnahme verrichtet, in der täglichen Praxis steht dann wieder ein anderer dort. Und dann wird noch der Leistungsgrad beurteilt (geschätzt). Vorher sekundengenaue Messung, dann Schätzung. So entsteht Genauigkeit nur auf dem Papier. Und der mit Zeitaufnahmen erfahrene Mitarbeiter, der beobachtet wird, versucht jetzt entweder besonders gut und gründlich zu arbeiten um eine zu kurze Vorgabe zu vermeiden. Später wird er dann nicht mehr so gründlich arbeiten und die gewonnenen Reserven für sich nutzen. Umgekehrt versucht der mit Zeitaufnahmen unerfahrene Mitarbeiter zu „glänzen“ und arbeitet schnell. Später aber wird er das vielleicht nicht durchhalten und dann scheinbar schlechte Leistungsergebnisse liefern. Und am Ende hat man so viele Vorgaben mit viel Aufwand ermittelt, die nur teilweise die tägliche Praxis widerspiegeln. Doch es gibt Alternativen! Eine davon ist die Verwendung der dynamischen Arbeitswirtschaft, eine Kombination aus Kennzahlen und Daten aus der Zeiterfassung bzw. der BDE mit dem Anspruch Prozesse und/oder Produkte abzubilden und deren Zeitaufwand dynamisch wiederkehrend mit Statistik zu messen. Hier werden dann die tatsächlich benötigten Zeiten ermittelt und vor allem deren Entwicklung dargestellt. Und durch die Abkehr vom strengen Taylorismus sieht man dann auch den Wald wieder statt lauter Bäume.

Wie man das konkret macht und angeht erfahren Sie bei Wetter Unternehmensberatung, moderne Arbeitswirtschaft für das moderne Unternehmen. weitere Details auch hier

 

Über wetterjoerg

Unternehmensberater und -Begleiter aus der Praxis für die Praxis
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Arbeitswirtschaft abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.