Die Kommunikationsfalle – Irrglaube Technik

Termin in Outlook eintragen und erledigt. Die Teilnehmer erhalten die Einladung und können/sollen zu- oder absagen. Emails versenden mit den wichtigen Infos, schon ist der Kommunikation genüge getan. Termine können auf dem Handy eingesehen werden, per Whatsapp evtl. noch eine Message versendet. Und dann passiert es eben trotzdem: Der Projektleiter kommt nicht zum Besprechungstermin, weil er krank ist und nicht den Termin abgesagt hat, die Terminverschiebung haben nicht alle mitbekommen, das Email wurde nicht gelesen, weil es im Betreff den Bezug nicht erkennen lies oder es landete im Spam-Ordner. Für den neuen Termin haben nicht alle zugesagt oder am Handy war der Akku leer und hat deshalb den Termin nicht angezeigt. Der Mitarbeiter des Kunden, dem man eine Email gesendet mit der Auftragsbestätigung oder dem Angebot ist nicht mehr im Unternehmen und die Emailadresse wurde aus Datenschutzgründen deaktiviert. Oder der Mitarbeiter hat eine neue Emailadresse und die Emails der alten Adresse landen in einem anderen Outlook-Ordner. Es gibt private und geschäftliche Terminkalender, die Icloud synchronisiert nicht beide zuverlässig. Es gibt jede Menge Möglichkeiten, dass die moderne Technik zwar genutzt wird aber doch nicht die gewünschten Ergebnisse liefert. Denn Kommunikation per Whatsapp und Email, Terminanfragen per Outlook und ähnlichem sind nur eine Pseudo-Kommunikation. Sie ersetzen nicht das persönliche Gespräch, das vielleicht nur kurze Telefonat zur finalen oder vorbereitenden Abstimmung. Und es viel leichter, eine Email einfach mal liegenzulassen oder gar zu löschen. Nicht ans Telefon zu gehen oder einfach aufzulegen ist die seltenere Form der Nicht-Kommunikation. Und jeder, der im Vertrieb arbeitet weiß: Per Email „Nein-danke“ zu sagen ist wesentlich einfacher und schneller und endgültiger als ein Telefonat oder gar ein persönliches Gespräch. Und so befinden sich viele in der Kommunikationsfalle durch den Irrglaube, die Technik sorge für die sichere Kommunikation. Im Zweifelsfall sorgt sie auch für die Dekommunikation.

Auch eine schlechte Kommunikation gehört zur sogenannten „strukturellen Verschwendung“, dem modernen Unternehmen eigentlich unwürdig aber trotzdem auf dem Vormarsch. Mehr zur strukturellen Verschwendung erfahren Sie von mir, Ihrem Berater www.joerg-wetter.de

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