Name-dropping

Schon einmal von den „8 Wegen zur Effizienz nach Prof. E.Stowe“ gehört? Oder den „7 Wegen zur Effektivität nach Stephen Covey“? Nein? Macht nichts, Sie haben nichts verpasst. Das Zweite gibt es, gelesen muss man es nicht haben, das Erste ist eine Erfindung. Die sog. Management-Literatur, besonders aus den USA ist voll von dieser Art von Tipps und Empfehlungen. Daraus kreiert dann immer wieder auch hier der eine oder andere Berater einen scheinbar neuen Weg, um irgendeine Methode besonders erfolgreich umzusetzen. „5 Schritt zur Resilienz nach Karl Duddl“ und ähnliche haben immer drei Merkmale:

Erstens: immer handelt es sich scheinbar um eine fast todsichere, narrensichere und x-fach bewährte Vorgehensweise um schwierige Dinge umzusetzen oder besonders erfolgreich zu werden. Komischerweise kennt diese niemand meist.

Zweitens: Immer wird ein Professor, Doktor oder sonstwie Spezialist, meist aus den USA genannt, den scheinbar alle kennen oder kennen müssten. Keiner aber kennt ihn und beim Googeln stellt man meist fest, dass genau dieser Professor nur dieses eine Buch geschrieben hat. Man dreht sich im Kreis.

Und Drittens: Als erfolgreiche Anwender werden entweder völlig unbekannte Firmen und Namen genannt, die die Vorgehensweise in den höchsten Tönen loben. Oder gleich Beispiele von IBM, Tesla oder Apple genannt. Aber natürlich meist ohne jede Nachprüfbarkeit.

Ich nenne das ganz einfach „name-dropping“. Man versteht darunter den Bezug auf die Kompetenz anderer, die Empfehlung einer Vorgehensweise aufgrund eines scheinbaren Titels oder eine vermuteten Expertise. Und es wird mit dem einfachen psychologischen Trick gearbeitet, dass niemand gerne Wissenslücken zugibt. Und einen so berühmten Mann nicht zu kennen, das kommt –so wird damit implizit suggeriert- gleich nach dem Eingestehen völliger Ahnungslosigkeit zu diesem Thema.

Fast alles ist nur dafür geeignet, das besagte Buch zu pushen und den damit aktiven Berater zu beauftragen. Gute Methoden brauchen kein „name-dropping“, das Einführen beispielsweise eines Qualitäts-Managements wird auch nicht besser, einfacher oder erfolgreicher wenn dies nach der Methode des Dr.h.B.Rich geschieht. Name-Dropping ist eher ein Indiz für Humbug und Unsicherheit des Beraters.

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