Neuester Witz: Zielbibliothek

Vor kurzem auf der Webseite einer meiner Kollegen gefunden: Die Zielbibliothek. Gemeint ist, dass derjenige, der gerne Zielvereinbarungen abschließt und aber keine Ideen für die Ziele hat, in dieser Bibliothek fündig wird. So wie die arme Hausfrau, die nicht weiß, was sie kochen soll und dann etwas in den Rezeptbüchern blättert in der Hoffnung auf schmackhafte Ideen. Das ist –sorry- Managementmurks. Wer keine Ziele hat, kann normalerweise kein Unternehmen und auch keine Mitarbeiter führen. Er braucht dann auch keine Zielvereinbarung. Eine Zielbibliothek kann auch nicht sein, dass man alle möglichen Ideen zusammenträgt, wie eine Veränderung messbar und dann auch honorierbar wäre. Wer in einem Vertriebsbüro als Ziel lieber die eingesparten Radiergummis oder die fachgerechte Entsorgung verbrauchter Kugelschreiber verwenden will anstelle der Neukundengewinnung, der hat so einiges zu überdenken. „Bibliothek“ soll nach Wissen klingen und hört sich besser an als „Sammlung“ oder „Eimer“, ohne Verstand ist aber die Bibliothek kein Quell des Wissens sondern eben Altpapier.

Für eine Zielvereinbarung braucht es nichts Umständliches, Abgeleitetes oder Abstraktes sondern meßbare und verständliche Größen, die der Mitarbeiter versteht, beeinflußen kann und will. Und vor allem: Die das Unternehmen weiterbringen bei seinen Kernaufgaben.

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Über wetterjoerg

Unternehmensberater und -Begleiter aus der Praxis für die Praxis
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