Falsche Terminplanung mit Vorsatz

Angenommen, Sie wollen mit dem Auto zu einem wichtigen Geschäftstermin von Stuttgart nach München fahren. Die Fahrzeit beträgt knapp 2 Stunden bei guten Verkehrsverhältnissen und Ihr Termin liegt auf 10.00 Uhr. Nun wissen Sie aber, daß auf der Strecke viele Baustellen sind und bereits ein Stau angekündigt ist.  Die voraussichtliche Fahrzeit beträgt nun mindestens 3 Stunden. Würden Sie trotzdem erst um 8.00 Uhr losfahren und den Termin eben platzen lassen? Sicherlich nicht. Was in diesem Beispiel logisch erscheint, wird in der Kalkulation und Planung im Unternehmen dagegen ganz anders behandelt. Hier fährt man im übertragenen Sinne immer um 8:00 Uhr los obwohl man weiß, daß das nicht funktionieren wird mit dem Termin. Auch kalkuliert man für die Kosten nur zwei Stunden, obwohl es drei Stunden sind, mindestens. Gemeint sind die Plan- bzw. Vorgabezeiten im Unternehmen. Statt mit den realen bzw. realistischen Zeiten zu rechnen, wird hier meist mit theoretischen Werten gerechnet. Werte, die entweder analytisch-theoretisch (MTM) bestimmt wurden oder unter anderen, wenn nicht gar optimalen, Bedingungen ermittelt (Refa) wurden (also im Vergleich: bei leerer Autobahn Vollgas in der Nacht und besten Wetter- und Straßenbedingungen).

Kein Wunder wenn es also nicht klappt mit der Termineinhaltung.

Über wetterjoerg

Unternehmensberater und -Begleiter aus der Praxis für die Praxis
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