Strukturierung als Weg zur Optimierung

Wer die moderne Arbeitswirtschaft einführt, kann dies nicht nur mit einzelnen Prozessen machen innerhalb einer Abteilung. Das wäre in etwa so als wenn man in England den Rechtsverkehr einführen und dies zunächst nur auf Linienbusse beschränken wollte. Moderne Arbeitswirtschaft innerhalb einer Abteilung bedeutet immer, daß alle Tätigkeiten, die Arbeitszeit verbrauchen, „bewirtschaftet“ werden. Bewirtschaftet bedeutet dann, daß überprüft wird, für was Arbeitszeit der Mitarbeiter aufgewendet wird. Es ist also durchaus mit einer Bilanz vergleichbar, auf der einen Seite (Soll) stehen die Arbeitszeiten, auf der anderen (Haben) Seite stehen die Ergebnisse der Arbeit. Wer dies systematisch macht -sprich: die Abteilung auf Zeitverbraucher durchforstet- wird dabei auch auf Zeitdiebe und Verschwendung stoßen. Und wer dabei konsequent das Paradigma der modernen Arbeitswirtschaft „miß es oder vergiß es“ anwendet, der wird allein durch diese Vorgehensweise eine deutliche Optimierung erreichen, zumindest aber einleiten. Die Vorgehensweise nennt man „Strukturierung“ wobei im wesentliche gemeint ist, Strukturen zu schaffen bzw. abzubilden. Insofern steht diese Methode im Wettbewerb zu anderen Ansätzen der Lean Production wie zb. der Wertstromanalyse. Die Strukturierung bezieht sich dabei mehr um die in der Abteilung anfallenden Teilprozesse, die Wertstromanalyse kann meist darüber hinausgehen. Bei der Wertstromanalyse wird der Prozess betrachtet, bei der Strukturierung dagegen die Zeitverbraucher. Wer Verschwendung im Gesamten entdecken will, ist mit Strukturierung richtig unterwegs, der dagegen den Prozess verbessern will, macht das mit der Wertstromanalyse. Insofern ist es auf den zweiten Blick kein Wettstreit der Methoden sondern eine Ergänzung der jeweils anderen.

 

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Unternehmensberater und -Begleiter aus der Praxis für die Praxis
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